Der Ermordeten der NS-Zeit gedenken - „Stolpersteine“ in Hameln wieder zum Glänzen bringen

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Beschreibung

Vor genau 80 Jahren passierte in Deutschland ein unfassbares Gräuel. Am 9. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht in ganz Deutschland unzählige Synagogen in Brand gesetzt, Läden geplündert, Friedhöfe verwüstet und jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt. Damit begann eine vom Rassenwahn der Nationalsozialisten diktierte beispiellose Verfolgung und Vernichtung einzelner Menschengruppen. Neben Juden fielen den Nationalsozialisten auch Linke, Homosexuelle, Behinderte und andere Gruppen zum Opfer.

Zeit

09.11.2018
17:30 Uhr

Ort

Hochzeitshausterrasse am Haupteingang zur Marktkirche
Pferdemarkt
31785 Hameln


Veröffentlicht auf

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Kategorie

Begegnung, Jugendliche, Veranstaltung


Langbeschreibung

Seit 2013 wurden vom Künstler Gunter Demnig 78 „Stolpersteine“ in Hameln verlegt. Sie liegen vor den Häusern, in denen die Ermordeten, Verschleppten und Geflohenen vor ihrer Deportation gelebt haben und machen damit die Verbrechen der NS-Zeit, die auch in Hameln zahlreich verübt worden sind, sichtbar.

„Um dieser Opfer zu gedenken“, werden die Evangelische Jugend, Linke, Solid, die Grüne Jugend, die Jusos und Mitglieder des Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V. am 9. November die Stolpersteine reinigen und zu jedem Stein eine Rose niederlegen.

Um 17:30 Uhr treffen sich alle Beteiligten neben der Hochzeitshausterrasse am Haupteingang zur Marktkirche. Dort findet die Aufteilung in „Gruppen“ statt, bei der die in Hameln verlegten Stolpersteine zugeordnet werden. Für Reinigungsmittel ist gesorgt. Zur Reinigung sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

In den Räumen des Evangelischen Jugenddienstes in der Osterstrasse 26 findet der Ausklang statt. Dort gibt es nicht nur heißen Tee. Bernhard Gelderblom wird einen Blick auf das Verfolgungsschicksal der Hamelner Familie Birnbaum werfen. Vier Stolpersteine vor dem Haus Deisterstraße 45 erinnern daran.

Die gemeinsame Initiative von Kirche, Parteien und des Hamelner Vereins für regionale Kultur- und Zeitgeschichte möchte dazu auffordern, nie zu vergessen, welche Gräueltaten im Dritten Reich verübt wurden und als Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus die Wichtigkeit von Vielfalt, Respekt und gegenseitiger Unterstützung herausstellen.

Medium

Bildquelle: Evangelischer Jugenddienst Hameln-Pyrmont