Herzliche Einladung zum Kirchenkino nach Leese

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Beschreibung

100 Jahre FRAUENWAHLRECHT Am 19. Januar 1919 durften Frauen zum ersten Mal wählen Regen setzt ein als ich zur Bushaltestelle gehe. Schutz finde ich nicht im Bushäuschen. Jugendliche füllen das gesamte Häuschen aus. Der Bus kommt schneller als ich zu hoffen gewagt hatte. Im Pulk der Hineinströmenden gefangen, ergattere ich noch einen Stehplatz in der Mitte des Busses. Eine Gruppe von Mädchen, eigentlich schon jungen Frauen, umschließt mich, dass ich nicht in Gefahr bin, in der nächsten Kurve umzufallen. Der Bus fährt auf die Hauptstraße. „Diese Wahlplakate stehen ja dicht an dicht.“, kommentiert eine Schlanke im roten Parka die Umgebung. „Ach ja. Bald kann wieder gewählt werden. Gehst Du wählen?“, fragt die Danebenstehende. „Nö, wieso? Bringt ja doch nichts.“, antwortet die Angesprochene und widmet sich ihrem Smartphone. „Mädels, wisst ihr eigentlich, welch ein Frauenrecht ihr bereit seid zu verspielen“, denke ich. „Ein Recht, welches Frauen über Jahrhunderte erkämpft haben?“ Ich überlege, ob ich mich einmischen soll. Sollte ich mich nicht einmischen, um zu erklären, wie hart die Frauen ihr aktives und passives Wahlrecht erkämpft haben? Ja, sogar mit dem Leben bezahlen mussten? Die Französin Olympe de Gouges hat schon 1791 eine Schrift ‚Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin‘ verfasst. Dafür wurde sie in der französischen Revolution nach einem Schauprozess hingerichtet. In England waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Suffragetten. Frauen vorwiegend aus dem Bürgertum. Frauen in ganz Europa kämpften für das Frauenwahlrecht und die Teilhabe am öffentlichen Leben. Bei uns in Deutschland haben sich Frauen Mitte des 19. Jahrhunderts organisiert, um ihren Anspruch auf Frauenrechte zu formulieren. Erst nach dem 1. Weltkrieg war es dann soweit. Am 30. November 1918 trat das Reichswahlgesetz, das Frauen das aktive und passive Wahlrecht einräumte, in Kraft. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen zum ersten Mal bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung ihre Stimme abgeben.“ Der Bus hält an. Die beiden jungen Frauen schieben sich an mir vorbei. Einmischen konnte ich mich nun nicht mehr. Ich rufe den Mädchen noch zu: „Schaut euch den Film ‚Suffragette – Taten statt Worte‘ an. Vielleicht denkt ihr dann anders über das Wählen. Läuft demnächst im Kirchenkino, am 11. März im Gemeindehaus Leese. Um 19 Uhr 30.“ (Anke von Claer-Schaar)

Zeit

11.03.2019
19:30 Uhr

Ort

Gemeindehaus
Kirchplatz 6
31633 Leese


Veröffentlicht auf

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Kategorie

wir-e.de


Medium

Bildquelle: KK Stolzenau-Loccum